VEBO Porträt

Die Genossenschaft auf einen Blick

Entwicklung

Nach der Einführung des Invalidenversicherungsgesetzes mit dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» im Jahr 1960 entsteht auch im Kanton Solothurn der Bedarf nach Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Der damalige Regierungsrat Willi Ritschard erklärt seine volle Unterstützung für die Schaffung eines Arbeitszentrums für Behinderte. Die Gründung einer Trägerschaft wird vorbereitet und am 26. August 1964 findet die Gründungsversammlung der Institution Verein einer Eingliederungsstätte für Behinderte, Oensingen» statt. – Die Geburtsstunde der VEBO. 1965 kann die erste Ausbildungsstätte für Behinderte in Olten eröffnet werden. Nach einer Strategie des dezentralen Angebotes entstehen in der Folge im ganzen Kanton weitere Werkstätten, so in Zuchwil und Breitenbach. 1975 werden die Strukturen angepasst und der Verein in die «Genossenschaft VEBO Solothurnische Eingliederungsstätte für Behinderte Oensingen» umgewandelt. Es folgen weitere Eröffnungen in Langendorf, Grenchen und 1984 wird das Ausbildungs-, Arbeits-, Wohn- und Verwaltungszentrum in Oensingen eröffnet. Im Jahr 2000 wird die VEBO für ihr soziales Engagement bei der Arbeitsintegration und für ihre wirtschaftlichen Erfolge als renommierter Zulieferbetrieb mit dem Solothurner Unternehmerpreis geehrt. 2006 entsteht in unmittelbarer Nähe zur VEBO Oensingen der Neubau «Berufliche Massnahmen».

Wertschätzung = Wertschöpfung durch Produktion

Im Verständnis der VEBO Genossenschaft steigert die Wertschöpfung durch Produktion den Selbstwert der Mitarbeitenden, die Anerkennung durch die Kunden und die Wertschätzung der Gesellschaft, welche weniger Solidarität leisten muss. Rund die Hälfte aller Erträge stammt aus der Produktion der Werkstätten. Diese Einnahmen in der Höhe von 30 Mio. Franken (2015) entlasten die Gesellschaft in erheblichem Masse. 

Produkte zur Förderung der Eingliederung

Die andere Hälfte der Erträge stammt aus Leistungsverträgen mit IV und Kantonen zur Förderung der Eingliederung. Die Produkte in diesem Bereich lassen sich in zwei Kategorien einteilen: 

Im Auftrag der Invalidenversicherung

  • Die Integrationsmassnahmen (inkl. Frühintervention) der IV
  • Die Beruflichen Massnahmen der IV

Im Auftrag der Kantone

  • Die Werkstätten
  • Die Wohnheime
  • Die Tagesstätten

Sozial und professionell

Als Industrie-Zulieferin verfügt das Unternehmen über langjährige Erfahrung und einen modernen CNC-Maschinenpark. Die VEBO Genossenschaft ist nach ISO 9001 und SQS 9004 zertifiziert. Auch bei der pädagogischen Betreuung der Erwachsenen wird eine hohe Professionalität angestrebt. Nachhaltigkeit im Sinne von «social responsability» hat hier einen zentralen Stellenwert. Als interne Kaderschule trägt die VEBO-Universität wesentlich dazu bei, dass lebendiges und lebenslanges Lernen bei den Mitarbeitenden zur Unternehmenskultur wird. Alle Lernprozesse der VEBO sind eduQua zertifiziert.

Die VEBO in Zahlen

1666 behinderte und nichtbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschaften in beiden Bereichen gesamthaft einen Ertrag von rund 73 Mio. Franken. Der Ertrag aus der Produktion Werkstätten beträgt dabei 30 Mio. Franken. 1512 Genossenschafterinnen und Genossenschafter tragen die VEBO-Philosophie mit (Zahlen: Geschäftsbericht 2015). Die VEBO ist mit 1357 Plätzen Schweizer Marktleaderin in der Förderung der Eingliederung invalider Menschen.